Zentrum für Hormonkosmetik

Vitamin D und Vitamin A – Hautstammzellen und Hautreifungshormone [1.9]

Haut mit Wassertropfen

Das Vitamin D und das Vitamin A gehören zu den gleichen Hormonen wie Östrogene, Progesteron und Testosteron. Sie benützen den gleichen „Steroid­rezeptor“ und gehorchen den gleichen biologischen Regulationsmechanismen wie die Eierstockshormone. Und wie diese, greifen auch sie in die Regeneration und in die Aus­reifung der Hautzellen ein. Der Vitamin D-Mangel kommt bei Frauen häufiger vor, vor allem in der Menopause. Dies kann zu chronischen Muskelschmerzen, zu Immunstörungen, aber auch zu Hautproblemen führen. Deswegen ist gerade bei der Frau die Sorge um den Vitamin D-Haus­halt von besonderer Bedeutung.
Das Vitamin D steuert die „Enddifferenzierung“ der Hautvorläuferzellen – wie das im medizinischen Fach­jargon genannt wird. Gemeint ist die Fertigstellung von reifen Hautzellen, wenn sich diese aus Stammzellen bilden. Diese müssen eine lange Entwicklung hinter sich bringen, bis sie fertig sind und ihre Funk­tionen zu erfüllen im Stande sind. Das bewirkt Vitamin D. Es hält die Balance zwischen Neubildung und Fertigstellung von Hautepithelzellen, ist dies gestört, so kann es zu Hauterkrankungen, wie z. B. zur Psoriasis kommen.

Um die Hautzellenreifung geordnet ablaufen zu lassen, benötigt das Vitamin D einen Partner, dabei bedient er sich eines anderen Stoffes, der ebenfalls mit den Sexualhormon verwandt ist – nämlich des Schilddrüsenhormons. Dieses wird ja direkt in der Haut aktiviert. Aus dem in der Schilddrüse gebildeten Thyroxin spaltet die Haut ein Jodatom heraus, wodurch das daraus entstehende Trijod-thyronin erst richtig in Fahrt kommt. Andererseits paart sich dieses Hormon gerade in der Haut mit dem Vitamin D3 – beide zusammen sorgen für die ordnungs­gemäße Ausreifung der Haut. Dies erklärt, warum Schilddrüsenerkrankungen – ebenfalls bei der Frau häufiger als beim Mann – mitunter das Hautbild verändern und ebenfalls zur dünnen durch­sichtigen Haut führen – die Hautausreifung ist eben gestört.
Gerade das Vitamin D hat zur Haut eine besondere Beziehung – denn es wird dort nur in seinen Vorstufen gebildet. Unter Zuhilfenahme von Sonnenlicht – fast drängt sich der Vergleich zum Pflanzenreich auf – wandelt die Haut das Cholesterin in Vitamin D um, das in der Leber und schlussendlich in der Niere aktiviert wird und – zur Haut zurückkehrend für Ordnung unter den Hautzellen sorgt. Dafür verwendet es auch das Schilddrüsenhormon mit dem es eine Partnerschaft in der Haut eingeht. Auch der TGF-Beta, ein Wund­heilungsprotein, steht unter dem Einfluss des Vitamin D. Ein weiterer Partner des Vitamin D ist das Vitamin A, das als Alkohol (Retinol) im Darm aufgenommen, ebenfalls in der Leber weiter aktiviert wird. Retinol wird dabei zu Retinsäure und steuert zusammen mit dem Vitamin D und der Schilddrüse die Ausreifung von Hautzellen. Ist eines dieser drei Substanzen defizitär – und vor allem im Alter kommt es häufig zu einer leichten Schilddrüsenunterfunktion, aber auch zu einem Vitamin D-Mangel – so kann sich das auch auf die Haut schlagen.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher