Zentrum für Hormonkosmetik

Die lokale Hormonbehandlung der Haut – Östrogene für das Gesicht? [1.7]

Haut mit Wassertropfen

Natürlich hat die Hautalterung viele Ursachen, äußere und innere; zu den inneren gehören Hormonstörungen; tritt in der Menopause eine Verschlech­terung der Hautsituation ein und fällt das zeitlich mit dem Ausbleiben der Menstruationsblutung zusammen, so liegt der Verdacht eines Hormondefizits in der Haut auf der Hand. Wird darüber hinaus durch eine lokale Verab­reichung eines Hormons das Hautbild verbessert, so ist dies in umgekehrter Weise eine Bestätigung für den dermatologischen Östrogenmangel. Neueste Erkennt­nisse lassen darauf schließen, dass Östrogene auch die Stammzellen in der Haut stimulieren, sie zum Wachstum anregen und damit eine natürliche Erneuerung der obersten Hautschicht bewirken. Dabei bedient sich das Östrogen eines Wachstumsfaktors, der normalerweise in der Leber gebildet und durch das Wachstumshormon (Somatotrope Hormon) angeregt wird, nämlich den Insulin-like growth-factor (IGF1); auch dieses Hormon wirkt stammzellenanregend.

Das Östrogen ist eine kleine chemische Verbindung, besteht nur aus 18 Kohlenstoffatomen und geht damit leicht durch die Haut. Dies macht sie für die lokale Anwendung als Salbe oder Creme geeignet. Wie man – auch für dermatologische Indikationen – das Östrogen verwendet, muss vom Arzt mit der Patientin durch­diskutiert werden. Bereitet das Östrogendefizit auch andere Beschwerden wie Schlaflosigkeit und Hitze­wallungen, so wird eine Hormontherapie als Tablette, Gel oder Kristall sinnvoll. Ist es der lokale Hormonmangel z. B. im Gesicht, der die betroffene Frau belastete, so genügt in vielen Fällen eine „topische Therapie“; man gibt Hormone nur dort hin - wo sie fehlen – in diesem Fall ins Gesicht.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher