Zentrum für Hormonkosmetik

Wie lange lebt die Haut? [1.6]

Haut mit Wassertropfen

Auch die Lebensspanne der Hautzellen nimmt mit den Jahren ab. Bei jungen Menschen beträgt sie ca. 100 Tage, bei 50jährigen ist sie auf 46 Tage gesunken. Da­durch wird die Haut dünner, durchsichtiger und verletzbarer. Gleichzeitig weisen bestimmte Zellen der Haut, die Melanozyten, jene „Altersverschiebungen“ auf, die man auch von Fettzellen kennt. Diese Färbezellen der Haut sinken nach unten, sie verlassen den Kopf, die Behaarung wird weiß, dafür setzen sie sich irgendwo am Körper fest – Altersflecken entstehen.
Östrogene verbessern die Qualität der Hautzellen und verlängern ihre Lebensspanne. Bekannt und von der Medizin akzeptiert ist dies für ein besonderes Hautareal im weiblichen Körper, für das äußere Geschlechtsorgan, die Vulva. Dort treten bei Hormonstörungen Hauterkrankungen auf, die durch einen Verlust von Hautzellen geprägt sind, die „Kraurosis vulvae“, die bis zum Haut­krebs führen kann. Letzten Endes ist es ein starkes Defizit an Hautzellen, das zu diesem Problem führt. Die Medizin hat dafür ein erprobtes und meist auch sehr wirksames Behandlungsmodell zur Verfügung: Östrogene werden lokal aufgetragen und fallweise auch noch mit anderen Hormonen vermischt, wodurch sich die Haut regeneriert, neu zu wachsen beginnt und in vielen Fällen das Problem löst.
Ähnliches sieht man auch im Gesicht: Ein Östrogenmangel bewirkt dort ebenfalls einen Verlust an Hautzellen, diese wird dünner, oft fast durchsichtig und pergamentös; dies mit Hormonen zu behandeln, ähnlich wie es seit Jahrzehnten an der Vulva geschieht, ruft mitunter ungläubiges Stirnrunzeln hervor. Dabei ist es schwer, nachzuvollziehen, warum die Hormontherapie im Genitalbereich erlaubt sein soll - um dort die Hautqualität zu verbessern - im Gesicht jedoch ironisiert und mitunter kritisiert wird. Auch hier erkennt man bereits, wie man den Hormonen mitunter emotional hintergründig begegnet.    ●

 

 

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich (Tel. 01/505 01 33).

Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher