Zentrum für Hormonkosmetik

Haut, Knochen und Blut [1.5]

Haut mit Wassertropfen

Der Haut und ihren drei Schichten kommt natürlich auch eine Stützfunktion zu – ähnlich wie dem Knochen, beide übernehmen darüber hinaus aber noch viele andere Aufgaben im weiblichen Körper. Beide stehen unter einer ähnlichen Kontrolle, die die Hormone des Eierstocks – auf Knochen und Haut – ausüben. Hormonstörungen, vor allem aber das Fehlen der Hormone spiegeln sich im Knochen und in der Haut wider: Der Knochen wird dünner, er verliert an Mineralien und an jenem Kollagen, dass seine Festigkeit ausmacht. Gleiches gilt für die Haut: Werden die Geschlechtshormone geringer, so sinken auch die kollagenen Stützfasern in unserem größten Organ. Während die Wichtigkeit der Hormone für die Knochen in den vergangenen Jahren intensiv untersucht wurde und ihr Schutzeffekt als gesichert angesehen ist, beginnt die Wissenschaft erst langsam den Zusammenhang zwischen dem Eierstock und der Haut zu erhellen.

Die Haut ist aber auch Blutreservoir, das sowohl von den Nerven, wie auch von den Hormonen gefüllt und entleert wird. Ein Viertel unseres Blutes befindet sich in der Haut und unmittelbar darunter, in der „Subkutis“ (=Unterhaut). Damit ist die Haut an der Verteilung des Blutvolumens beteiligt. Diese Blutverteilung ändert sich entsprechend der Zyklusphase. Dass es nach dem Eisprung, also ungefähr ab dem 16. Zyklustag, zu einem Ansteigen der inneren Körpertemperatur kommt ist bekannt. Dieses Phänomen wird für die natürliche Empfängnisverhütung genutzt, da es nach der Ovulation (Eisprung) – bis zur nächsten Menstruation - zu keiner Schwanger­schaft kommen kann. Dieser Temperatur­veränderung – Monat für Monat – liegen Blutumvertei­lungsmechanismen zu Grunde. Unter dem Einfluss des Gelbkörper­hormons Progesteron, das nach dem Eisprung produziert wird und alle Vorkehrungen für eine mögliche Schwangerschaft trifft, stellen sich die Blutgefäße der Haut enger, Blut wird mehr in das Körperinnere gepumpt und nicht an der Hautoberfläche gelassen: Dadurch steigt im Körper die Temperatur an; möglicherweise dient auch dieser Mechanismus der Fortpflanzung, der Reproduktion. Um die Einnistung und die Frühentwicklung des Embryos zu garantieren, ist eine innere Körpertemperaturanhebung von Nutzen, da so die Geschwindigkeit biochemischer Reaktionen beschleu­nigt wird. Dass es dem vegetativen Nervensystem gelingt, das Blutvolumen unserer Haut und damit auch ihre Farbe zu ändern, ist in Stresssituationen beobachtbar. Ähnliches vermögen auch Hormone, deren Schwan­kungen, aber auch deren Störungen man mitunter tat­sächlich von der Haut ablesen kann.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher