Zentrum für Hormonkosmetik

Wie sich die Haut vor äußeren Feinden schützt [1.11]

Haut mit Wassertropfen

Redet man vom Älterwerden der Haut, dann bieten Dermatologen dafür ein doppeltes Erklärungsmodell an: Einerseits sprechen sie vom inneren Alterungsprozess, der durch die Stoffwechselbelastung, aber auch durch eine veränderte Hormonsituation ausgelöst wird. Daneben gibt es aber auch das äußere Altern der Haut, das Älterwerden durch die Belastung von Außen. Aufgrund seiner exponierten Lage und vor allem durch seine große Oberfläche ist die Haut ein bevorzugtes Organ, auf das freie Radikale anprallen und Hautbestandteile, wie Fettsäuren, aber auch DNA zu zerstören ver­suchen. Die bereits dargestellte Melaninsynthese ist ein Mechanismus, über den sich die Haut vor den durch das Licht entstehende freie Radikale zu schützen versteht. Weiteres besitzt sie ein ganzes Arsenal von Enzymen, die es ihr erlauben, den freien Radikalen zu widerstehen. Die „Gluthation-Peroxidase“ sowie die „Katalase“ sind zwei dieser Enzyme, welche auch in anderen Organen freie Radikale inaktivieren und un­schädlich machen. In der Haut sind diese Feuerwehr­männer besonders dicht positioniert. Weibliche Hormone regen diese Radikalfangenzyme an. Das Östrogen ist darüber hinaus in der Lage, freie Radikale direkt zu fangen. Der „Phenolring“, ein chemischer Teil des Östrogenmoleküls, ist so angeordnet, dass es herumschwirrende Radikale direkt bergen kann.
Diesen Effekt findet man übrigens auch bei den Pflanzenhormonen, den Isoflavonen, welche ebenfalls einen starken Radikalfangmechanismus entwickeln und jene Enzyme stimulieren, die die Haut vor dem Sonnen­brand schützen bzw. nach dem Sonnenbrand wieder reparieren. Deswegen scheint der Rat richtig zu sein, den man mitunter vernimmt: Dass man vor und während der Sonnenbelastung reichlich Isoflavone, Soja oder Rotklee genießen soll, um die Haut vor UV-Schäden zu bewahren.

Die Haut ist das Kommunikationsorgan unseres Körpers mit der Umwelt. Es wird als erstes angegriffen, wenn irgendwo biologische Feinde lauern. Deswegen gibt es in der Haut auch ein dichtes Netz von „Abfangjägern“, welche sofort aufsteigen, wenn sich Eindring­linge nähern, diese beschießen, gefangen nehmen und der Immunantwort des Körpers übergeben. Dabei handelt es sich um die so genannten Dendritischen Zellen, die in der Haut Langerhans-Zellen heißen und auch in den Schleimhäuten, im Mund, in der Nase, vor allem aber in der Scheide vorkommen, überall dort, wo ein besonderer Schutz gegen äußere Feinde notwendig wird. Diese Langerhans’schen Zellen werden auch von den Geschlechtshormonen gesteuert.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher