Zentrum für Hormonkosmetik

Haut, Hormone und Histamin [1.10]

Haut mit Wassertropfen

Östrogene zeigen unterschiedliche Wirkungen auf die Haut: Ähnlich wie in der Gebärmutter die Schleimhaut, so regen sie in der Haut die oberflächlichste Zellschicht die Keratinozyten an und verbessern den Nachwuchs aus den Progenitorzellen und damit die Regeneration. Da das Östrogen – wenn es hoch konzentriert ist – die Immunsituation eher hemmt (zumindest die schnell reagierenden Angriffszellen) müssen andere immunologische Truppen aktiviert werden, um die Mutter nicht in Gefahr zu bringen. Des­wegen werden Wächterzellen in der Haut vom Östrogen stimuliert, Monozyten, und Mastzellen, die – wo sie Feinde vermutet – Histamine entleeren, was mitunter zur Allergie führt. Auch Melanozyten, die den Haaren und der Haut die Farbe verleihen, werden durch das Östrogen in ihrer Aktivität angeregt. Manche Frauen merken es unter der Pille: Beginnen sie mit ihrer Einnahme, so beobachten sie stärker werdende Pigmentflecken in der Haut und an jenen Teilen des Körpers, wo die Sonne hinfällt. Die UV-Bestrahlung zählt zu den stärksten Stimulatoren dieser kolorierenden Zellen, damit schützt sich die Haut vor einem zu tiefen Eindringen der UV-Strahlen. Durch das Östrogen wird dieser Schutz verstärkt: Denn es ist auch ein Anliegen des weiblichen Hormons, die Frau vor freien Radikalen und vor einer zu großen UV-Belastung zu bewahren. Deswegen ist es sinnvoll, die Pille nur am Abend zu konsumieren, wenn in den darauf folgenden Stunden durch die Nacht keine Sonnenexposition stattfindet. Auch unabhängig von der Pille verstärken die Östrogene die Farbe der Brust­warzen. Das Progesteron übernimmt dabei eine Teilauf­gabe: Es steuert die Verteilung der kleinen Farbstoff­körper in den Melanozyten.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher