Zentrum für Hormonkosmetik

Haut und Duft [1.1]

Haut mit Wassertropfen

Viele Hinweise zeigen, dass dieses größte Organ unseres Körpers Signale sendet und auch Signale empfängt, welche für das gleiche und für das andere Geschlecht interessant sind. Im Tierreich ist diese Form der Kommunikation noch besser erhalten: Chemische Verbindungen, von der Haut produziert, werden im Riechhirn registriert und innere Drüsen damit beeinflusst. Relikte scheinen noch beim Homo sapiens geblieben zu sein. Das „Schlaf­saal-Phänomen“ beruht wahrscheinlich auf der Kommunikation zwischen Eierstöcken, Nase und Haut; junge Mädchen, die lange Zeit beisammen leben und im gleichen Raum schlafen, sind manchmal in ihrem Menstruationsverhalten synchronisiert: Der Eisprung, aber auch die Regelblutung treten gleichzeitig auf. Sekrete der Haut und der Achsel beeinflussen die Hormonsteuerung im Gehirn. Schon 2001 berichteten Forscher von der Universität Yokohama, dass sich in den Achseln von Männern hormonähnliche Substanzen befinden – von der Schweißdrüse freigesetzt – die den Eisprung der Frau beschleunigen sollwn . Das Ovulationssignal (Signal für den Eisprung) wird von der Hirnanhangsdrüse gegeben und diese steht wiederum mit den Geruchs­eindrücken der Nase in enger Beziehung – eine Erklärung für das Phänomen, dass die in der Haut gebildeten Stoffe des Mannes die Fruchtbarkeit der Frau modulieren.

Aber auch das Umgekehrte kann beobachtet werden. Die Testosteronbildung des Hodens wird durch Stoffe der weiblichen Haut angeregt. Dies führt, wie 1990 an der Arizona State University festgestellt wurde, zu pheromon-ausgelösten erotischen Gedanken im Gehirn des Mannes. Und 2001 berichteten Forscher aus der Universität von Chicago – über die reine Verhaltensbeobachtung hinausgehend – dass hormonähnliche Stoffe, in der Haut und in den Haut­anhangsorganen gebildet, den Stoffwechsel im Gehirn des Partners, der diese Hauthormone registriert, verändert. Dies wurde an der Karolinska Universität bestätigt: Riechen von Stoffen, die den männlichen Hormonen ähnlichen sind und ebenfalls von der Haut abgegeben werden, aktivieren den zentralen Steue­rungsteil des weiblichen Gehirns, den Hypothalamus. Gleiches geschieht auch bei Männern, wenn sie eine östrogenartige Substanz der weiblichen Haut wahrnehmen. Diese Untersuchungen wurden übrigens mit den modernsten bildgebenden Verfahren präsentiert und bewiesen.    ●

 

 

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich (Tel. 01/505 01 33).

Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher