Zentrum für Hormonkosmetik

Zuviel männliche Hormone als Ursache des Haarausfalls [2.3]

Haare

Androgene (= männliche Hormone) stellen sich den Östrogenen entgegen. Beim Mann kann man die Wirkung der männlichen Hormone auf das Haupthaar gut verfolgen. Zunächst lichten sich die Geheimratsecken, dann entsteht die berühmte Tonsur bis schlussendlich der gesamte Kopfbereich unter dem Haarausfall leidet. Durch die Inspektion ist auch hier die Diagnose nicht schwer: Klagt eine Frau vor allem in beiden Geheimratsecken über beginnende Haarprobleme, so spricht das für einen Androgenüberschuss. Nicht immer kann man diesen im Blut dokumentieren, denn der Haarfollikel ist in der Lage, das Testosteron in das Dihydrotestosteron umzubauen und das ist es letztendlich, welches die Haare ausfallen lässt. Diese Umwandlung hinterlässt aber nicht immer ihre Spure im Blut, so dass es ohne weiteres sein kann, dass die Blutbefunde normal sind und trotzdem liegt eine lokale Hyperandrogenämie vor. Das Problem ist eben nur in den Haarfollikeln vorhanden.

Das blutdrucksenkende Mittel Minoxidil ist gut untersucht und wirkt bei vielen Formen des Haarausfalls. Wenn Frauen keine Hormone verschrieben bekommen wollen – auch nicht lokal – so ist das Minoxidil ein gutes Mittel der Wahl. Die kausale Behandlungsform beim Hyperandrogenemischen Haarausfall (zu viel männliche Hormone) ist allerdings die Normalisierung des Hormonüberschusses. Männlichen Hormone müssen auf ihr normales Niveau herabgesenkt werden. Dies kann durch eine lokale Behandlung der Geheimratsecken, durch das Antiandrogen- Cyproteronacetat erfolgen. Ähnlich wie bei der Akne stellt sich diese Verbindung den männlichen Hormonen entgegen und verhindert so ihre unangenehme Wirkung auf die Haare.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher