Zentrum für Hormonkosmetik

Das weibliche Haar [2]

Haare

Probleme mit den Haaren treffen viele Frauen sehr schwer und sollen deswegen vom behandelnden Arzt ernst genommen und nicht ironisiert werden. Haare sind Hautanhangsgebilde, die der gleichen hormonellen Regulation unterworfen sind, wie die Haut. Die gleichen Stammzellen, welche in der Nische am Haarschaft Regenerationsprozesse der Haut steuern, können auch die Haare regenerieren. Das Haarwachstum ist einem Zyklus unterworfen, der aus drei Teilen besteht: das „Anagen“, das „Katagen“ und das „Telogen“; dieser Zyklus ist mit den Jahreszeiten vergleichbar - Haare fallen aus und entstehen aus dem Haarfollikel erneut. Komplizierte Regulationsproteine, aber auch hormonelle Faktoren spielen dabei eine Rolle. Grundsätzlich stimulieren die beiden Schwangerschaftshormone, das Östrogen und das Progesteron den Haarzyklus und bewirken, dass neue Haare rasch aus dem Haarfollikel entstehen, deswegen erzählen viele Frauen unisono, dass sie gerade während der Schwangerschaft, wenn das Östrogen und das Progesteron hoch sind, ein besonders schönes Haar hatten, das sie aber unmittelbar nach der Entbindung, wenn beide Hormone rasch abzufallen beginnen, wieder verloren. Die dritte Hormongruppen, die der Eierstock bildet, die männlichen Hormone sind die Gegenspieler vom Progesteron und vom Östrogen, nicht nur im Haarfollikel, sondern auch in anderen Teilen des weiblichen Körpers: in der Gebärmutterschleimhaut, in der Brust und im Fett. Auch beim Haarwachstum wirken sie bremsend, sie reduzieren die haarwachstumsfördernde Wirkung der Schwangerschaftshormone und bewirken mitunter, dass sogar ein massiver Haarausfall entsteht.

Haare sind biochemische Wunder: aus kleinsten Follikeln kommend, wachsen sie relativ rasch und benötigen dafür Nährstoffe und Energie, welche in hauchdünnen Kapillaren an die Haarfollikel transportiert werden. Versorgungsschwierigkeiten, aber auch Durchblutungsstörungen haben einen katastrophalen Effekt: Wird ein Organ von großen Blutgefäßen ernährt, kann es lange Zeit eine geringere Durchblutung kompensieren; anders jedoch bei den Kleinstgefäßen, die den Haarfollikel umgeben. Ziehen sich diese zusammen, wie dies z. B. beim Mitrauchen der Fall ist, so reagieren die Haarfollikel hochsensitiv. Sie erleiden kurzfristig einen „Infarkt“, weshalb das Rauchen ein großer Feind des Haarwachstums ist. Aber auch der Eisenmangel kann sich in Haarproblemen widerspiegeln. Die kleinen Kapillaren des Haares sind dann nicht mehr in der Lage ausreichend Sauerstoff an die Haarwurzel zu bringen. Klagt eine Frau über Haarprobleme, so muss zunächst auf den Eisenspiegel geschaut werden.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher