Zentrum für Hormonkosmetik

Die Kraftwerke des Körpers – und wie Hormone sie steuern [3.8]

Gewicht

Als die Menschen begannen, Wasserkraftwerke zu errichten, imitierten sie im Prinzip die Kraftwerke der Zelle, die Mitochondrien. In diesen findet sich so etwas wie herabstürzendes Wasser, welche Turbinen bewegen, aus denen dann Strom und Energie kommt. Das im Stausee zusammengefasste Wasser, das Turbinen antreibt, sind Elektronen, die durch die Zerlegung von Nahrung, vor allem aber von Fettsäure, entstehen; stürzen sie auf ein niedrigeres Niveau – dem Wasserstrahl der Kraftwerke vergleichbar – herab, so lassen sie eine kleine Turbine rotieren, welche den Namen ATP-Ase trägt und ähnlich wie bei den Turbinen des Stroms entsteht bei den kleinen Kraftwerkturbinen der Zelle Energie, die für verschiedene biologische Reaktionen eingesetzt wird. Der Strom aus Wasserkraftwerken und die Energie aus den Mitochondrien haben demnach vieles gemeinsam.

Dabei hatten ursprünglich diese Mitochondrien eine andere Aufgabe. Sie waren kleine Zellen, mit der Fähigkeit, sich gegen einen Feind zu schützen, den wir heute eher als großen Freund und Verbündeten betrachten, nämlich den Sauerstoff. Als dieser auf unserem Planeten erschien, raubte er vielen anderen chemischen Verbindungen Elektronen, die dadurch zerstört wurden. Die Mitochondrien brachten in dieses Chaos ein System, indem sie in geordneter Weise dem Sauerstoff zwei Wasserstoff-Atome mit den entsprechenden Elektronen überließen. Dadurch entstand einerseits Wasser, andererseits war dieser Elektronentransfer mit Energiegewinn verbunden, was die energetische Voraussetzung für die explosionsartige Evolution und der Entstehung vieler Arten, die große Leistungen vollbringen können, verbunden war. Aus dem Schutz-System vor Sauerstoff ist damit ein Energiesystem geworden, die Mitochondrien schützen nicht nur die Zelle, sondern durch die Kanalisierung des Sauerstoffes entsteht hohe Energie, die die Zelle nun für ihre verschiedenen Leistungen nützt.

Schilddrüse und Energie:

Das Schulddrüsenhormon ist besonders in die Steuerung dieser Energie involviert ist, und zählt eigentlich – wie die Eierstockshormone- zu den Steroiden. Es wird in der Schilddrüse gebildet, indem zwei Aminosäuren sich kombinieren und 4 Jod-Atome einfangen. Dadurch entsteht das Tetrajodthyronin, auch Thyroxin genannt. In den Mitochondrien greift es in den Elektronenfluss ein, da es die Membrane, dem Röhrensystem der Wasserturbinen vergleichbar, wartet. Fehlt das Schilddrüsenhormon, so kann die Nahrung nicht in Energie umgesetzt werden, der Patient erlahmt förmlich bei vollen Energiereserveren. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Gewichtszunahme - da die Fett-Depots nicht mehr mobilisiert werden können – sind die Folge. Schilddrüsenprobleme treten bei der Frau häufiger auf als beim Mann.

Das Hormon der Schilddrüse beinhaltet vier Jod-Atome. Um allerdings wirklich die Arbeit in den Mitochondrien und damit im Energiehaushalt der Zelle erfüllen zu können, muß ein Jod-Atom aus dem Schilddrüsenhormon entfernt werden – erst dann können die Mitochochondrien, die Kraftwerke der Zelle aktiviert bleiben. Der Energiebedarf unseres Körpers variiert sehr stark, ist von der Tageszeit abhängig und verständlicherweise nicht immer gleich. Deswegen wird das Schilddrüsenhormon unterschiedlich produziert, vor allem aber situationsabhängig aktiviert. Die Entfernung des einen Jod-Atoms und damit die Umwandlung in die aktive Hormonform passen sich den Energieerfordernissen der Zelle an.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher