Zentrum für Hormonkosmetik

Das Fett, das die Fliegen und der Mensch gemeinsam haben [3.6]

Gewicht

Fett ist nicht Fett. Der Meizin ist bekannt , dass es im menschlichen Körper unterschiedliche Fettarten gibt. Wahrscheinlich sind die unter der Haut befindlichen Fettzellen des Oberschenkels anders als die Fettzellen im Bauchbereich; ein völlig anderes Fettgewebe findet sich aber zwischen den Gedärmen, man spricht vom „inneren Fett“. Dieses gibt es bereits seit hunderten Millionen von Jahren bei einfachen Lebewesen, wie der Fruchtfliege. Durch die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Gene zu dokumentieren, ist die Wissenschaft auch in die Lage versetzt worden, Genmuster zwischen verschiedenen Arten zu vergleichen, so auch zwischen Menschen und Fliegen. Die Fragestellung war einfach: Gibt es in der Fliege kleine Organe bzw. Gewebe, welche in der Evolution erhalten blieben und sich beim Menschen noch finden. Tatsächlich haben Genuntersuchungen Zellen entdeckt, die über hunderte Millionen von Jahren bis zum Erscheinen des Menschen unverändert blieben – nämlich die Fettkörperchen in der Fliege.; ihre Aufgabe bei der Fliege ist es, Energie für die Abwehr von Pilzen und anderen Parasiten, die die Fliegen befallen, herzustellen. Diese kleinen Fettkügelchen sind Vorläufer unseres Immunsystems dar. Sie bilden Stoffe und Moleküle, welche jenen ähnlich sind, die in unserem Körper Immunvorgänge steuern. Diese Fettzellen haben sich im Laufe der Evolution über hunderte Millionen von Jahren erhalten und ruhen noch heute im Menschen, allerdings nicht in den Fettzellen unter der Haut, sondern zwischen den Gedärmen. Dieses Fett wird „viszerales Fett“ genannt, inneres Fett, im Unterschied zum Fettgewebe, das unter der Haut lokalisiert ist, das subkutane Fett. Während letzteres die Fortpflanzung garantiert, ist das Gedärmefett ein „Entzündungsgewebe“. Es bildet Abwehrstoffe, mit denen Bakterien, Viren und Pilze getötet werden. Eine Funktion, die beim Menschen andere Zellen, wie z.B. die Lymphozyten, übernahm. Trotzdem produziert das viszerale Fett weiter diese, auch für den eigenen Körper nicht ganz ungefährlichen Substanzen. Denn sie richten sich nicht nur gegen Pilze und Viren, sondern belasten mitunter auch körpereigenes Gewebe, welches angegriffen wird, wenn im Bauch zu viel dieser Abwehrstoffe hergestellt werden. So wichtig dieses Fett ist, um Feinde von außen zu attackieren, so gefährlich ist es, wenn zu viel davon zwischen den Gedärmen ruht, denn dann richten sich diese Verteidigungsproteine auch gegen uns selbst, den eigenen Körper, belasten ihn und zerstören wichtige Funktionen.

Das Fett des Bauches dient der Feindesabwehr, sind allerdings keine Viren und Bakterien vorhanden bzw. wurden sie schon durch die Antibiotika zerstört, dann beginnt dieses viszerale Fett den eigenen Körper zu belasten, vor allem wenn zu viele Fettzellen vorhanden sind.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher