Zentrum für Hormonkosmetik

Zu wenig männliche Hormone [3.12]

Gewicht

Nicht selten sind in der postmenopausalen Lebensphase jene Gewichtsprobleme, die sich im oberen Körperbereich in Form des Schwimmreifens zeigen. Dies kann einerseits durch einen Androgenmangel ausgelöst werden: männliche Hormone fördern den Fettabbau – ein guter Hahn wird nicht fett - sinkt der Testosteronspiegel unter 0.2 ng/ml, so reduziert das den Fett-Abbau; sind gleichzeitig auch Libidoprobleme und ein Größerwerden der Brust zu registrieren, so ist eine Zufuhr, eine Substutiton von männlichen Hormonen überlegenswert. Allerdings muß man dabei sehr vorsichtig sein, da ein Überangebot an Androgenen zu Hautunreinheiten führt. Männliche Hormone spalten die Fettsäuren aus den Fettzellen heraus und versorgen damit energergetisch die Zelle. Fehlen sie, so steht den Zellen weniger Fettsäure zur Energiegewinnung zur Verfügung, dadurch switcht die Zelle auf einen anderen Energieträger, nämlich auf die Kohlenhydrate. Der Heißhunger auf Schokolade steigt.

Die Gewichtszunahme in Körpermitte kann allerdings auch durch das berüchtigte viszerale Fett ausgelöst sein. Eine Dexamessung objektiviert dies, die Reduktion dieses Fett-Depots ist zur Vorbeugung zahlreicher Erkrankungen wichtig. Körperliche Bewegung und weniger Energie genügen in den meisten Fällen, es gibt allerdings auch Medikamente, die das viszerale Fett mobilisieren. Dabei handelt es sich um so genannte Hormone der „PPAR-Gamma-Rezeptoren“, die zur Behandlung von Zuckerkrankheiten eingesetzt werden.

Auch die Schilddrüse muss abgeklärt werden. Eine Unterfunktion ist häufig die Ursache für Gewichtsprobleme, mitunter kann dies durch eine Jod-Substitution ausgeglichen werden. Ist die lokale Aktivierung des Schilddrüsenhormons im Muskel verändert, so besteht in manchen Ländern bereits die Möglichkeit, das Schilddrüsenhormon als Gel lokal anzuwenden.
Neben einem ausgeglichenen Hormonhaushalt ist auch eine Korrektur der Ernährungsgewohnheiten sinnvoll. Nicht wenige Frauen berichten, dass sie Sport betreiben, Diät halten, gezielt essen und trotzdem größte Probleme mit ihrem Körpergewicht bzw. mit ihrer Figur haben. Dabei hört man nicht selten, dass die Betroffenen den ganzen Tag nichts essen und lediglich am Abend eine Kleinigkeit zu sich nehmen und dennoch nicht abnehmen. Trotz dieser diätetischen Restriktion merken sie keine Gewichtabnahme, ja mitunter steigt das Körpergewicht weiter an.

Wenn man tatsächlich eine Mahlzeit pro Tag auslassen kann, so soll dies das Abendessen ein. Bekanntlich sinkt in den späten Abendstunden das so genannte Insulin Like Growth Factor bindende Globulin ab, das den gewichtsaufbauenden Effekt dieses insulinähnlichen Hormons abbindet und damit partiell inaktiviert. Dadurch sind die Abendstunden jene Zeit, wo der Körper besonders gut utilisiert und Nahrung in Fettgewebe verwandelt.
Hinzu kommen Gegen-Regulationsmechanismen im Körper, der durch den Verzicht auf das Mittagessen in einem hungerähnlichen Zustand gebracht wird, einen Kompensationsmechanismus etabliert, der die wenigen, am Abend zu sich genommenen Nahrungsmittel umso mehr verwertet und in Fettgewebe verwandelt.   ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher