Zentrum für Hormonkosmetik

Was kann gegen die Cellulitis getan werden? [4.4]

Bindegewebe

Ein ganzes Arsenal von Palliativa bietet die kosmetische Industrie gegen die Cellulite an; hormonelle Strategien scheinen dagegen einfach zu sein und sie orientieren sich vor allem an Beobachtungen, die man täglich machen kann: Bei Männern ist die Cellulite selten, demnach liegt es daran, dass Botenstoffe an der Entstehung der Cellulite beteiligt sein müssen, die sich bei der Frau anders verhalten, als beim Mann. Da dem männlichen Körper die Fähigkeit, schwanger zu werden fehlt, verfügt er auch nicht in dem Ausmaß über Schwangerschaftshormone, wie die Frau. Das Progesteron und das Östrogen sind die Vorbereitungshormone für Schwangerschaft und Stillzeit. Sie erweitern unter der Haut jene Bindegewebs - Nischen, in denen sich Fettzellen einnisten können, die damit ein Energiereservoir für die Fortpflanzungsaktivitäten der nächsten Monate anlegen. Wird ein Zuviel an diesen Hormon produziert oder von Außen durch Pille oder Hormonersatztherapie zugeführt, dann werdendie Fettpölster vergrößert – ein Mechanismus, der zur Cellulite führt. Die „Normalisierung“, die „Equilibrierung“ beider Hormongruppen – der Östrogene und Androgene ist wichtig, wenn man gegen die Cellulite initiativ werden möchte.

Die männlichen Hormone verstehen es, Fettzellen zu öffnen, ihre Bestandteile (die Triglyzeride) freizusetzen, um dadurch Energie zu gewinnen. Sie wirken also diesen Fettreservoirs entgegen, indem sie sie kontinuierlich zu entleeren versuchen. Treten bei der Frau Androgen-Mangelzustände ein – nach der Geburt, unter der Pille oder in der Menopause – so kann dieser Mobilisierungseffekt der männlichen Hormone fehlen – ein weiterer Mosaikstein, der mit der Entstehung der Cellulite verbunden sein kann. Entsprechend dem Prinzip, dass es Sinn einer Hormonbehandlung ist, normale Verhältnisse wieder herzustellen, können bei fehlenden Androgenen diese behutsam und über ärztliche Kontrolle zugeführt werden. Dies kann auch topisch d. h. lokal, als Gel appliziert durchgeführt werden.

Kombiniert muss diese hormonelle Strategie immer mit Lifestyle-Veränderungen werden. Die männlichen Hormone wirken vor allem dann fettabbauend, wenn sie mit körperlicher Aktivität, mit Sport und auch mit einem – zumindest passageren – Verzicht auf Alkohol verbunden werden.    ●

 

 

Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich (Tel. 01/505 01 33).

Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher