Zentrum für Hormonkosmetik

Warum Frauen an Cellulite leiden? [4.2]

Bindegewebe

Auch im weiblichen Körper müssen die Fettzellen den Muskel versorgen, allerdings müssen sie noch mehr: 140.000 Kalorien benötigt der weibliche Organismus für neun Monate Gravidität und drei Monate Stillzeit. Diese Energie muss – bevor eine Schwangerschaft anfängt, gewährleistet und in besondere Depots positioniert sein. Dafür schaffen Östrogen und Progesteron, die beiden Reproduktionshormone, kleine Lagunen im Fettgewebe der Frau, vor allem am Oberschenkel und am Gesäß. In diesen biologischen Höhlen gelingt es, mehr Fettzellen einzulegen, um für die Fortpflanzung ausreichend Energiereserven zu haben. Dazu verwenden sich die beiden Schwangerschaftshormone Kollagen, das die subkutane Fettstruktur durchzieht. Progesteron und Östrogen machen daraus Logen, in denen die Fettzellen ruhen. Allerdings können sich diese subkutanen Höhlen auch an der Oberfläche der Haut widerspiegeln – die Cellulite wird sichtbar.

Die männlichen Hormone sind auch hier die Widersacher von Progesteron und Östrogen. Sie limitieren die Größe der einzelnen Logen, verkleinern sie und reduzieren dadurch die Anzahl der Adipozyten (=Fettzellen). Sie wirken also der Fortpflanzung entgegen, unterstützen aber den Kampf der Frau gegen die Orangenhaut.
Wahrscheinlich ist diese Sparaktion des weiblichen Körpers heute nicht mehr so notwendig wie vor fünftausend Jahren. Die Ernährung der schwangeren Frau wird zunehmend in mehr Erdteilen – obwohl hier noch manches zu tun ist – sicher gestellt. Die überschießenden Hamsterinitiativen von Progesteron und Östrogen können relativiert werden – mitunter auch unter Zuhilfenahme der männlichen Hormone. Werden sie lokal auf Problemzonen gegeben, kann dies tatsächlich die Fettzellen verringern, das Bindegewebe straffen und der Cellulite entgegenarbeiten. Allerdings muss auch dies unter ärztlicher Kontrolle und Aufsicht erfolgen.    ●

 

 

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Jana Nachbagauer
Katharina Neubacher